Firmengeschichte

Die Geschichte der Apotheke in Gmünd Neustadt ist sehr eng mit der Geschichte von Gmünd und mit dem persönlichen Schicksal von Mag. Alois Hampl verbunden.

Erstmals wurde 1870 eine Konzession für die Apotheke „Zum Auge Gottes“ in Gmünd am Stadtplatz bewilligt, die Josef Libowitzky erhielt. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde ein riesiges Flüchtlingslager in Gmünd gebaut – dadurch entstand das heutige Gmünd-Neustadt. 1918 eröffnet Mag. Salomon Bartel in Gmünd im Ortsteil Böhmzeil die Apotheke „Zum weißen Engel“. 1919 brachte der Friedensvertrag von St. Germain folgendes mit sich: Das Gebiet um den Gmünder Bahnhof, wo die Apotheke „Zum weißen Engel“ lag, musste an Tschechien abgetreten werden. Daraus entstand das heutige Ceske Velenice. In den 30-iger Jahren wurde die Apotheke „Zum weißen Engel“ am Standort Vitorascka 462 von Mag. Karel Dvorak angekauft und weitergeführt. Diese Apotheke übernahm 1937 Mag. Alois Hampl zuerst als Pächter und führte sie ab 1938 unter schwierigen Bedingungen als Eigentümer weiter.

Im Jahr 1939 erfolgte die Besetzung Tschechiens durch die Deutsche Wehrmacht und damit die „Wiedervereinigung“ von Gmünd. Gmünd bestand nun aus drei Stadtteilen – Gmünd I (das heutige Gmünd Altstadt), Gmünd II ( das heutige Gmünd Neustadt) und Gmünd III ( das heutige Ceske Velenice) und hatte plötzlich wieder zwei Apotheken, die „Apotheke zum Auge Gottes“ in der Altstadt und die Apotheke „Zum weißen Engel“ in Ceske Velenice. Am 23. März 1945 überflog ein amerikanisch-englischer Bomberverband Gmünd, der auch die Apotheke „Zum weißen Engel“ völlig zerstört. Mag. Alois Hampl stand vor den Trümmern seiner Existenz.

In den folgenden Jahren war Mag. Alois Hampl bis 1948 Pächter der Apotheke in Weitra und dann Dienstablöser im Waldviertel und Wien. Von 1950 – 1953 war er in Tulln als angestellter Pharmazeut tätig. In all diesen Jahren bemühte sich Mag. Hampl immer wieder um eine Konzessionserteilung für den Betrieb einer zweiten Apotheke in Gmünd. Am 8. Dezember 1952 erteilte schließlich das Amt der NÖ Landesregierung Mag. Alois Hampl die Konzession für eine neu zu errichtende Apotheke in Gmünd. Dieser Tag war nach langen Vorwehen der eigentliche Geburtstag der „Apotheke Gmünd II“. Die tatsächliche Eröffnung der Apotheke erfolgte am 16. Oktober 1953 am Standort Conrathstraße 42 unter der Leitung von Herrn Mag. Alois Hampl auf einer Fläche von rund 55 m².

10 Jahre später folgte Frau Mag. Christa Hönigschmied Herrn Mag. Hampl als Pächterin der Apotheke Gmünd II nach. Frau Mag. Christa Hönigschmied begann in den 70-iger Jahren mit der Adaptierung des sogenannten „Batunek“-Hauses am Schubertplatz 21 und nach der Generalsanierung des Gebäudes und nach umfangreichen Umbauten übersiedelte die Apotheke am 7. Februar 1976 in ihr neues und modernes Zuhause am Schubertplatz. Frau Mag. Hönigschmied war es auch, die mit ihrem Interesse an Alternativmedizin, den Grundstein für die Beratungschwerpunkte legte, auf die auch heute in der Apotheke Gmünd II großer Wert gelegt wird.

Seit 1.1.1994 führt Frau Mag. Isabella Kitzler als Konzessionärin die Apotheke Gmünd II und bietet mit ihrem gut geschulten Personal neben der schulmedizinischen Beratung zu Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten auch ein breites Angebot an alternativmedizinischen Beratungen (Bachblütenberatung, Anwendung von Schüsslersalzen, Informationen aus dem Gebiet der Pflanzenheilkunde, Beratung zu Sanumpräparaten, ernährungsmedizinische Beratung, Orthomolekulare Beratung).